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Steuerabzüge

Privathaushalte, Vermieter und Betriebe werden im Steuerrecht bekanntlich unterschiedlich behandelt. Bei den MWM-Rechnungen haben aber alle Vorteile, denn wir wissen, wie das Finanzamt unsere Rechnungen haben will. Der Aufwand für unsere Handwerkerrechnungen ist tatsächlich deutlich geringer, als der Betrag, der unten auf unserer Rechnung steht.

Privathaushalte

Im deutschen Steuerrecht ist das meiste zu kompliziert um es zu verstehen. Beim Steuerbonus allerdings hat sich der Staat ausnahmsweise einmal etwas ganz Simples einfallen lassen. So einfach, dass Sie bis zu 1.200 Euro im Jahr sparen können, wenn Sie clever sind.

Diese Möglichkeit nutzen bislang noch viel zu wenige, das weiß der Staat auch. Daher hat er den Bonus von ursprünglich 600 Euro pro Jahr ab 1. Januar 2009 auf 1.200 Euro jährlich erhöht. Wirklich clever sind nicht einmal 50 Prozent der deutschen privaten Auftraggeber. Laut einer im Internet-Portal BauPraxis veröffentlichten repräsentativen Umfrage macht weniger als die Hälfte der Privathaushalte von der Möglichkeit Gebrauch, Dienstleistungen, wie unsere Handwerkerarbeiten, steuerlich geltend zu machen.

Nach dem »Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung (WachsBeschStFördG)« in Verbindung mit dem »Gesetz zur Umsetzung steuerrechtlicher Regelungen des Maßnahmenpakets Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung« können sowohl Eigentümer als auch Mieter 20 Prozent der Arbeitskosten von Handwerkerleistungen bei der Einkommensteuer geltend machen. Die Höhe der Kosten ist dabei auf 6.000 Euro pro Jahr begrenzt. Das bedeutet, dass sich maximal 1.200 Euro jährlich von der Steuerlast abziehen lassen.

Begünstigt sind alle handwerklichen Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten am Haus, in der Wohnung und auf dem Grundstück. Zu den handwerklichen Tätigkeiten zählen nach dem Erlass der Finanzverwaltung unter anderem Arbeiten an Innen- und Außenwänden sowie Streichen/Lackieren von Türen, Fenstern (innen und außen), Wandschränken, Heizkörpern und –rohren.

Den Steuerabzug können Eigentümer von Immobilien sogar dann für zum Beispiel Malerarbeiten beanspruchen, wenn sie noch nicht in der Wohnung gewohnt haben. Dies trifft auf jeden Fall zu, wenn beabsichtigt wird, die Wohnung anschließend selbst zu nutzen. Soll hingegen die Wohnung oder das Haus nach der Renovierung vermietet werden, sind die Renovierungs- und Modernisierungskosten als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung absetzbar. Der Steuerbonus zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung wird auch nicht gewährt, wenn die Aufwendungen als Betriebsausgaben, Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen oder Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Wir weisen den Arbeitslohn stets gesondert auf unseren Rechnungen aus und geben Ihnen auf der Rechnung explizit einen Hinweis auf die aktuellen Abschreibungsmöglichkeiten, damit Ihnen nicht versehentlich Geld verloren geht.

Vermieter

Verpachtung werden durch Gegenüberstellung der Einnahmen mit den Werbungskosten ermittelt. Es wird also gemäß § 2 (2) Nr.2 Einkommensteuergesetz (EStG) eine Einnahmenüberschussrechnung vorgenommen. Nur die Überschüsse sind nach § 2 (1) Nr.6 EStG steuerpflichtig. Fast alles, was gegen Entgelt vermietet wird, fällt unter diese Einkunftsart. Im Ergebnis sind das hauptsächlich unbewegliche Wirtschaftsgüter, wie z.B. unbebaute Grundstücke, Wohn-, Büro- und Verwaltungsgebäude, Eigentumswohnungen und Ferienhäuser.

Zu den Werbungskosten zählen die Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten, also auch unsere Handwerkerrechnungen und zwar im Gegensatz zum Steuerbonus für Privathaushalte in vollem Umfang, also mit Arbeitslohn und Material. Wie hoch die Steuerersparnis ist, lässt sich einfach überschlagen, denn die Werbungskosten mindern den Überschuss. Die Steuerersparnis ist also das Ergebnis aus der Multiplikation unseres Rechnungsbetrages mit Ihrem individuellen Steuersatz.

Schließen sich mehrere Personen zu einer Hausgemeinschaft, Grundstücksgemeinschaft, Bauherrengemeinschaft, Erwerbergemeinschaft, einem geschlossene Immobiliefonds usw. zusammen, werden die Einkünfte gesondert und einheitlich festgestellt. Der Anteil der einzelnen Beteiligten wird diesen nach dem Verhältnis ihrer Beteiligung in einem Feststellungsbescheid (Grundlagenbescheid) ausgewiesen.

Handwerkerrechnungen für Herstellungskosten eines Gebäudes können als Abschreibungen (Absetzungen für Abnutzung - kurz AfA) auf die Gesamtdauer der Verwendung oder Nutzung steuerlich geltend gemacht werden.

Betriebe

Betriebe können ihre Einnahmen und ihre Ausgaben in der Buchführung gegenrechnen. Unter einem Betrieb im Sinne des Steuerrechts versteht man nicht nur Gewerbebetriebe (Unternehmen), sondern auch selbständig Tätige einschließlich der Freien Berufe sowie die Land- und Forstwirtschaft.

Betriebsausgaben mindern den Gewinn, sofern eine betriebliche Veranlassung vorliegt. Diese ist zu bejahen, wenn die Aufwendungen objektiv mit dem Betrieb zusammenhängen und subjektiv dem Betrieb zu dienen bestimmt sind. Malerrechnungen sind immer Betriebsausgaben, es sei denn, sie fallen im Privathaushalt des Inhabers an, sind Zuwendungen ohne Rechtspflicht an Mitarbeiter oder in vergleichbaren Fällen.

Wie hoch die Steuerersparnis ist, lässt sich einfach überschlagen, denn die Betriebsausgaben mindern den Betriebsgewinn. Die Steuerersparnis ist also das Ergebnis aus der Multiplikation unseres Rechnungsbetrages mit Ihrem individuellen Steuersatz. Wird nicht der gesamte Betriebsgewinn als Privatentnahme abgeschöpft, ist die Rechnung nicht ganz so simpel. Fragen Sie also am besten Ihren Buchhalter oder Steuerberater.

Arbeitszimmer

Ein wenig kompliziert wird es bei der Malerrechnung für die Renovierung eines häuslichen Arbeitszimmers. Ein Arbeitszimmer ist ein Raum, in dem eine Tätigkeit ausgeübt wird, die mit einer steuerlichen Einkunftsart im Zusammenhang steht. Das kann eine selbstständige Tätigkeit sein, auch wenn sie nur im Nebenberuf ausgeübt wird, oder aber Einkünfte aus Miete, Pacht oder Kapitalerträgen betreffen.

Wenn Sie also haupt- oder nebenberuflich in einem separaten Zimmer in Ihrer Wohnung einer Erwerbstätigkeit nachgehen, wenn Sie als Vermieter ihre schriftlichen Angelegenheiten in einem separaten Raum erledigen oder wenn Sie für die Bearbeitung Ihrer Kapitalerträge – wenn sie denn so nennenswert sind – ein spezielles Arbeitszimmer benötigen, können Sie die Renovierungskosten als Werbungskosten steuermindernd geltend machen.

Was unter einem häuslichen Arbeitszimmer zu verstehen ist, ist gesetzlich nicht definiert, so dass weitgehend auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zurückgegriffen werden muss. Deshalb fragen Sie am besten Ihren Steuerberater, wie Sie unsere Rechnung steuerlich geltend machen können.